Ilios Kreta

Gramvoussa



π ε ι ρ α τ η ς

Peiratès, das Wort stammt aus dem Griechischen und bedeutet eigentlich Angreifer . Das Wort gelangte über die lateinische Sprache à pirata und das französische Wort àpirate auch in den deutschen Sprachgebrauch.

Im ursprünglichen Sinn verwendete man das Wort für Raubzüge auf See, Piraterie zu Wasser. Seeleute die Piraterie betrieben wurden zu Piraten oder Seeräubern.

Heute hat sich der Wortsinn erweitert und man verwendet den Begriff auch für den Raub an Ideen, Musik und Filme (z.B. illegalen Download aus dem Internet ) oder gar der Raub gesamter Wirtschaftsunternehmen.

 

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Wenn wir die Ursprünge  der Piratenzeiten betrachten, dann lässt sich oft keine klare Grenze ziehen zwischen einem Seekrieg und einer Seeräuberei. Die damaligen Länder hatten noch keine Gesetze für die Seewege.

In den rechtslosen Zeiten dieser vergangenen Tage war es durchaus in Ordnung wenn auch etwas gefährlicher als andere Berufe, sich der Piraterie zu verschreiben.

Die Raubzüge beschränkten sich nicht auf materielle Güter sondern richteten sich zu Beginn hauptsächlich auf den Menschenraub aus , die Erbeutung von Sklaven.

Meist versuchte man die so gewonnenen Geisseln deren Heimatstädten zum Kauf anzubieten. Erst dann gelangten die  Gefangenen auf einen der grossen Sklavenmärkte zum Verkauf.

 

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Falassarna
Falassarna

 

Die Zeit des Seevölkersturms 1200 vor Christus, zugleich die Zeit Ramses des III in Ägypten,

ist als der Beginn der Piraterie anzusehen. Diese ältesten bekannten Seekriege waren lokalisiert im ostlichen Mittelmeerraum. Diese Seekriege waren noch keine  Piraterie im wörtlichen Sinn, kommen dem Begriff schon ziemlich nahe und verschiedene Zerstörungen von Städten (z.B.Ugarit) wurden ihnen zugeschrieben. Ein wichtiger Ausgangspunkt war Lykien (heute Südwesttürkei).

 

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Bemerkenswerte Daten und Hinweise in den weiteren Jahrhunderten:

- Im 8.Jhd v Chr schildert Homer Kapernfahrten.

Schlupfwinkel bot die Ägäis mit ihren vielen verwinkelten Küsten zu Hauf.Verbündete fanden sich mit den Küstenbewohnern genug. Städte wurden Sicherheitshalber nur noch im Landesinnern gebaut.

-Unter der Herrschaft König Minos' boten die Kreter erstmals der Piraterie Einhalt.

-In Rhodos befindet sich einer der grössten Sklavenmärkte der Zeit. Des 4.Jhd v Chr.

-Piraten geniessen weiterhin ein ambivalentes Ansehen. Einerseits verbünden sie sich immer wieder mit kriegerischen Staaten oder Parteien und gelangen so hilfreich zu Ruhm.

- Andererseits wird der Ruf nach sicheren Seewegen für den Handel laut.

-Zur Zeit Alexander des Grossen galt Kreta als Zentrum der Piraterie. Das Wort Kreter war gleichbedeutend wie Pirat.

 

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Die Piraterie in der Antike erreichte ihre Blütezeit um 200 vor Christus.

Zu dieser Zeit wurden die kilikischen Piraten immer mächtiger in der Ägäis. Ihr Zentrum war Delos (Sklavenhandel). Auch in Kreta übernahmen sie das Szepter und verdrängten die ansässigen Piraten.

 

Während die Flotte von Rhodos als eine Art Seepolizei den Seeweg von Kleinasien nach Westen zu sichern versucht, gilt Kretas Westküstenstadt Phalassarna als Schutzmacht für die Piraten der Gegend und auch für das Piratenreich auf Antikythera (damals als Aegilia benannt).

 

Wenn man die Kartenzeichnung betrachtet wird man unschwer der strategischen geographischen guten Lage dieser Orte gewahr.

Auch Athen dultete zu jener Zeit den Sklavenhandel und somit die Piraterie. Athen verwaltete in der Zeit auch das Sklavenzentrum Delos.

Selbst die Römer kauften ihre Sklaven in Delos.

 

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Landzunge Gramvoussa, ganz im Norden
Landzunge Gramvoussa, ganz im Norden